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E

  • EMG-Biofeedback (Klinische Psychologie)

    Die Elektromyografie (oder -graphie) (EMG) ist in der Human-Medizin eine elektrophysiologische Methode der Diagnostik in der Neurologie, bei der die elektrische Muskel-Aktivität gemessen wird.

    Mit Hilfe von konzentrischen Nadelelektroden lassen sich die Potenzialschwankungen einzelner motorischer Einheiten ableiten. Mit Spezialnadeln lassen sich auch einzelne Muskelfasern erfassen (Einzelfasermyografie). Außerhalb des eigentlichen Fachgebiets der Neurologie wird manchmal auch die Messung von Potenzialänderungen auf der Haut mit Oberflächenelektroden als EMG bezeichnet. Diese Technik misst das Summen-Aktionspotenzial eines ganzen Muskels oder sogar mehrerer Muskeln.

    Die Hauptanwendung ist das Erkennen von Myopathien und Neuropathien, das heißt: die Feststellung, ob eine Krankheit muskuläre und/oder nervliche Ursachen hat.

  • Ergotherapie

    Funktionsverbessernde ergotherapeutischen Maßnahmen und Behandlungen, Schulungen und individuelle Versorgung mit Hilfsmitteln ergänzen das breite Therapiespektrum des Rheumakrankenhauses.

  • Extensionsmassage nach Dominik (Mechanotherapie)

    Die Extensionsmassage ist eine spezielle Form der Massage und wird im Schulter- und Nackenbereich durchgeführt. Sie ist gut für die Durchblutung und zur Linderung von Kopfschmerz, Migräne und anderen Verspannungen.

    Bei der Extensionsmassage wird die Muskulatur unter vorsichtigem Zug gelockert und es entsteht eine leichte Dehnung. Dadurch wird die Durchblutung zum Kopf gefördert. Weiterhin können hierdurch auch einfache Blockierungen im Hals-Wirbelsäule-Bereich gelöst werden.

F

  • Funktionelle Ergotherapie (Ergotherapie, Arbeitstherapie)

    Die Ergotherapie (v. griechisch ἔργον, altgriechische Aussprache érgon, „Werk“, „Arbeit“ und θεραπεία, griech. Aussprache therapeía, „Dienst“, „Behandlung“) ist ein medizinisches Heilmittel und wird bei gesundheitlich beeinträchtigten Menschen mit motorisch-funktionellen, sensomotorisch-perzeptiven, neuropsychologischen, neurophysiologischen oder psychosozialen Störungen vom Arzt verschrieben.

    Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind, bei für sie bedeutungsvollen Betätigungen mit dem Ziel, sie in der Durchführung dieser Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen."

    Durch Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation der beeinträchtigten Fähigkeiten und Funktionen soll dem Patienten eine möglichst große Selbstständigkeit und Handlungsfreiheit im Alltag ermöglicht werden. Neben geeigneten Übungen soll auch der Einsatz von Hilfsmitteln dazu beitragen, dass die verbleibenden Fähigkeiten angepasst werden und so ein Optimum an Rehabilitation erreicht wird.

    Moderne Therapieverfahren sind beispielsweise die sensorische Integrationstherapie nach Jean Ayres, die Behandlung nach dem Bobath-Konzept oder die kognitiv-therapeutische Übungsbehandlung nach Prof. Perfetti.

G

  • Galvanisation, Iontophorese (Elektrotherapie)

    Die Iontophorese (auch Iontopherese) ist ein medizinisches Verfahren zur Resorption von Arzneistoffen durch die Haut unter Anwendung eines schwachen elektrischen Gleichstromes.

    Verfahren

    Die entsprechenden Arzneistoffe müssen dabei als Ion (ionisiert) vorliegen, das heißt eine eigene elektrische Ladung haben. Nur so können sie im elektrischen Feld beschleunigt werden und somit schneller die Haut durchqueren, um dann in das Blut oder in das Gewebe zu gelangen. Meist liegt das Medikament dabei in Salbenform vor. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Resorption bei Patienten wird die Iontophorese nicht sehr häufig angewandt, meist in der Dermatologie.

    Die Stromstärke kann etwa 10 bis 30 mA erreichen, und wird wie beim Stangerbad, langsam und schleichend von 0 auf den Endwert hochgeregelt und bei Ende der Behandlung langsam heruntergeregelt. Die maximale Spannung, die für den Stromfluss notwendig ist, liegt bei etwa 60 Volt. Eine Sonderform der Iontopherese benutzt nicht Gleichstrom sondern Hochfrequenz.

    Das Medikament wird auf feuchtes Zellstoffpapier unter eine Elektrode gebracht. Elektrisch positiv geladene Arzneistoffe (Kationen) werden unter die positive Elektrode platziert, negativ geladene Arzneistoffe (Anionen) unter die negative Elektrode.

    Als Kationen können angesehen werden: Procain, als Anionen: Salicylate.

    Auch kann die Leitungswasser-Iontophorese in Ein- oder Mehrzellenbädern durchgeführt werden. Bei einem 2-Zellen-Bad werden beispielsweise beide Behälter mit "normalem" Leitungswasser gefüllt und die Elektroden eingetaucht. Die Elektroden sind mit einem Steuergerät, welches den Stromfluss regelt, verbunden. Werden nun Füße oder Hände in das Bad eingetaucht (ohne die Elektroden zu berühren), fließt ein geringer Strom durch den Körper.

H

  • Hauffsche Bäder (Hydro- und Balneotherapie)

    Ansteigende Bäder werden meist als Teilbad durchgeführt. In der Regel sind es die Arme oder die Füße. Ansteigend heißt mit der Temperatur ansteigend. Dazu nimmt man angenehm warmes Wasser und lässt ganz heißes langsam hinzulaufen. Die Temperatur sollte in der Minute um ca. 1 °C ansteigen. Aber auf jeden Fall so, dass es nicht unangenehm ist. Durch das langsame Ansteigen erreicht man eine Temperatur von ca. 45°C.

    Diese Bäder erhöhen die Durchblutung und entspannen. Durch kaltes Abwaschen als Abschluss werden zusätzlich die Blutgefäße trainiert. Armbäder führen zu einer Verbesserung der Durchblutung und Weitung der Gefäße des Herzens und der Arme und – als konsensueller Effekt – auch der Beine. Fußbäder steigern die Durchblutung der Beine und Nieren (Cutovisceraler Reflex) und des Nasen-Rachenrings (Reflexbogen von den Nieren).